Indie aus Israel: Lola Marsh & Noam Bar

Lola Marsh Band
CC BY-SA 3.0 creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons

Lola Marsh ist ein Quintett aus Tel Aviv, das 2013 von der „The Voice of Israel“ – Teilnehmerin Yael Shoshana Cohen und dem Gitarristen Gil Landau (siehe Foto) gegründet wurde. Bei „The Voice of Israel“ sang Cohen „Video Games“ von Lana Del Rey… und so ähnlich klingen auch die Songs von Lola Marsh. Genauer gesagt: Lola Marsh klingen als hätte man Lana Del Rey in den Wald verschleppt, ihr eine Ukulele in die Hand gedrückt und sie dann allein und traurig zurückgelassen, für zwei Jahre oder so. Irgendwie kennt man den Sound, hat etwas in der Art schon oft gehört, aber das Ganze ist etwas rauher und schöner. Mit leicht beknacktem Vogelgezwitscher dazwischen.

Noam Bar geht ein bisschen mehr in Richtung Soul. Die Frontsängerin und Gitarristin der gleichnamigen Band trägt eine Lockenpracht mit Sidecut, lächelt viel. Sie singt vor allem über Beziehungen: Zur Familie, zu Lebenspartnern, zu Verflossenen. Zeilen wie „Going crazy was the easy way out“ oder „My smile means nothing to you“ sind nachdenklich, kriegen aber noch mehr Bedeutung, wenn sie emotional und kitschfrei, gesungen werden. Als Vorband waren Noam Bar an diesem Montagabend im Pavillon jedenfalls deplaziert, denn sie sind gut genug, um der Hauptband die Show stehlen zu können.

Noam Bar im Pavillon
Noam Bar im Pavillon

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