#LITMeToo

Sexismus und Machtmissbrauch im Literaturbetrieb

Die zwei Gattungen der Schreibkunst sind bekanntlich: Hochliteratur… und Frauenliteratur.

Mit Alltagssexismus kenne ich mich aus (Beispiel). Aber hier und jetzt geht es um die schreibende Zunft. Verlagsvertrag oder Kontakte zu wichtigen Leuten nur im Austausch gegen sexuelle Gefälligkeiten? Positive Buchbesprechung nur, wenn der Literaturkritiker auf Dich steht? Immer wieder hört man, dass es in der Branche „nun mal so läuft“. Muss es aber nicht.

Ende 2019 habe ich mich mit diesem Thema zum ersten Mal an Redaktionen gewandt. Bisher (2021) habe ich Antworten erhalten, die grob zusammengefasst in drei Kategorien passen:
1. Wir werden schon zu oft für solcherlei Berichterstattung verklagt und das ist teuer.
2. Kauf einfach mein Buch über Feminismus, hier ist der Link.
3. Wenn wir jedes Mal, wenn eine Frau im Literaturbetrieb diskriminiert, belästigt oder erpresst wird, einen Artikel darüber schreiben würden, kämen wir zu nichts mehr.

Trotz und gerade wegen solcher Reaktionen möchte ich mich gerne weiterhin mit anderen Literaturschaffenden vernetzen, egal ob Autorin, Schreibschulstudentin, Agentin, Verlegerin, … Wer sich direkt an mich wenden möchte (auch anonym), kann mir gerne eine E-Mail schreiben. Mailadresse steht im Impressum. Der Spamfilter ist stark, daher kann es sein, dass Eure E-Mail versehentlich bei rechten Trollen landet und ich sie später sehe. Ihr könnt euch aber auch via Twitter bei mir melden.

Je mehr wir sind, desto eher können wir auf das Sexismusproblem unserer Branche aufmerksam machen. Erst einmal möchte ich nur Erfahrungsberichte austauschen; anschließend könnten wir gemeinsam eine Publikation daraus machen. Wie man über Sexismus schreibt, wissen wir ja schon.