Forough Book in Köln: Indie-Verlage stellen sich vor

Die interkulturelle Buchhandlung Forough Book in Köln und der Verlag Parasitenpresse laden anlässlich des „Indie Book Day“ am 30. März kleine Verlage ein und stellen sie dem Publikum vor.

Für die Verleger*innen, Autor*innen und Buchhändler*innen, die ich dort treffe, ist Kunst tatsächlich wichtiger als Kommerz, was im heutigen Literaturbetrieb einerseits wahnsinnig schwer umzusetzen ist, andererseits hat es die Szene gerade aber auch bitter nötig.

Forough Book veranstaltet nicht nur Literaturevents, sondern verlegt auch Bücher von Exil-IranerInnen, deren Texte in ihrem Heimatland zensiert werden oder ganz verboten sind.

Viele gebildete Iraner*innen sind bereits zu Zeiten der Islamischen Revolution (1979) und des Iran-Irak-Krieges (1980er) nach Deutschland gekommen, wenn sie es sich leisten konnten. Ihre Kinder sind hier geboren und manche von ihnen waren noch nie im Iran, weil man bei der Einreise nicht sicher sein kann, ob man das Land auch wieder verlassen darf.

Die Kinder dieser 1980er-Generation von Exil-Iraner*innen können zwar oft gesprochenes Persisch verstehen, aber nicht das arabische Alphabet lesen. Damit ihnen die mannigfaltige persische Literatur nicht vorenthalten bleibt, gibt Forough Books auch persisch-deutsche Bücher heraus. Genau richtig für diejenigen, die zweisprachig aufgewachsen sind oder gerade eine der beiden Sprachen lernen. Ich bin jetzt jedenfalls motiviert, noch mehr Bücher von iranischen Autor*innen zu lesen.

Iran Reisejournal- Teil 1: Teheran

Vom Bordstein zur Skyline… nee Spaß, ersaufe immer noch in Bafög-Schulden :D

 

Bei jedem Umzug werden es mehr Kisten voller Notizbücher und jedes Mal frage ich mich, warum ich mir das eigentlich antue. Genau dann, wenn ich es mit den Journalen endgültig sein lassen will, kommt aber ein neuer Schreibauftrag. Dieses Jahr reise ich zum ersten Mal in die Islamische Republik Iran und wurde im Vorfeld von einigen Leuten gebeten, meine Erlebnisse aufzuschreiben. Einen Zeitungsartikel hatte ich auch schon fertig, habe aus Gründen des Quellenschutzes allerdings eine Veröffentlichung blockiert, da die “Art Direction” Porträtfotos von einem anonymen Interviewpartner forderte. Wenn Menschen den Mut haben, mit AutorInnen / JournalistInnen offen und ehrlich über Missstände zu sprechen, die ein Regime totschweigt, soll man sie dann etwa aus Geldgier ins Messer laufen lassen? Ich werde mich also auf Fotos beschränken, mit denen die Porträtierten einverstanden sind und kürze Namen ab.Weiterlesen »