Die Pride Parade 2018 in Hamburg 🏳️‍🌈

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Hamburger Christoper Street Day 2018. Foto: Aleksandra G.

Die Pride Week in Hamburg war eine Mischung aus Protest und Party. Am Samstag zogen etwa 200.000 Menschen durch die Innenstadt und um die Alster herum. Als Rheinländerin fallen mir vor allem die Parallelen zu Karneval auf: Politisch, bunt und laut. Das diesjährige Thema lautete „Freie Bahn für Genderwahn“.

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Foto: Aleksandra G.

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Proteste im Iran (Zusammenfassung der letzten 3 Tage)

Seit Tagen protestiert das iranische Volk im ganzen Land gegen die Religionsführung und Regierung. So laut waren die Proteste seit der Grünen Bewegung 2009  nicht mehr. Damals hatten Hunderttausende gegen die Wiederwahl Mahmud Ahmadinedschads demonstriert und ihm Wahlbetrug vorgeworfen. Die Grüne Bewegung wurde damals brutal niedergeschlagen: Studierende wurden von Regierungstruppen gefoltert und ermordet, Überlebende flohen ins Exil. Wenn Menschen im Iran jetzt gegen das Regime auf die Straße gehen, dann wissen sie, auf was für ein Risiko sie sich einlassen. Aber sie tun es trotzdem und diesmal sind es sogar noch mehr als im Jahr 2009. Denn während die Proteste damals vor allem in der Hauptstadt Teheran stattfanden, geht jetzt das ganze Land auf die Barrikaden: In Ghom, Malayer, Teheran und anderen Städten skandierten DemonstrantInnen „Tod dem Diktator“ – ein Satz, der im Iran verboten ist und für den man hart bestraft wird.Weiterlesen »

Je suis Spelacchio – Rome, the failed city

 

Spelacchio
The symbol of everything what’s wrong with Rome: Spelacchio.

During Christian holidays, I usually work. But last night, I sat in a bar in Rome with F. and our Italian friend S. who is thinking about migrating to Canada. We talked about how we, master students of chemistry, engineering and law, will probably end up homeless soon. „In Italy, too many young people study law“, S. tells us. „My friend, who is a studied lawyer, works for… how do you call it when somebody cleans the streets?“ Southern Italy really needs help with its trash problem, anybody should join the working class – even when they just got in dept with a huge student loan to graduate from university like their parents wanted them to. The academic teaching here is excellent, but useless, because there are no jobs. Italy’s capital is in a major crisis and the new symbol of it is the poor Spelacchio.

Spelacchio is how the citizens of Rome named the Christmas tree of the city on the Piazza Venezia. It means something like shabby, sheared or threadbare. Spelacchio is an embarrassment for Italy, but especially for Rome and the city’s mayor Virginia Raggi.

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Bedrückende Versuche einer Zeitreise

Die Boulevardisierung und Verwässerung der Erinnerugskultur schreitet voran: Das Gruselkabinett als Alternative für Deutschland?

Beschmierte Gedenktafel in Aachen, 2014. Der/die Täter/in war sicher kein/e Orwell-Leser/in.

Die ZDF-Sendung Neo Magazin Royale ist bekannt für Jan Böhmermanns kluge Blödeleien und geschickt konstruierte Kontroversen. Die Folge vom 16. November war eine Satire im Dokumentationsstil, bei der Autor und Komiker Ralf Kabelka mit seiner authentisch wirkenden Neugier als Gegengewicht zu Böhmermanns Zynismus wirkte. Es ging um einen Themenpark, der 2023 eröffnen und die Nazizeit als Freizeitevent für die ganze Familie inszenieren sollte. Der Projektleiter des sogenannten Reichsparks, gespielt von Piet Fuchs, erklärt in Werbefilmchen und Interviews seine Vision von erlebbar gemachter Geschichte. Zwar mag es zur Schadenfreude anregen, dass Neo Magazin Royale erneut ein paar Voreilige an der Nase herumführen konnte. Doch besonders bedrückend sind die echten Reportage-Sequenzen.Weiterlesen »

Iran Reisejournal- Teil 1: Teheran

Vom Bordstein zur Skyline… nee Spaß, ersaufe immer noch in Bafög-Schulden :D

 

Bei jedem Umzug werden es mehr Kisten voller Notizbücher und jedes Mal frage ich mich, warum ich mir das eigentlich antue. Genau dann, wenn ich es mit den Journalen endgültig sein lassen will, kommt aber ein neuer Schreibauftrag. Dieses Jahr reise ich zum ersten Mal in die Islamische Republik Iran und wurde im Vorfeld von einigen Leuten gebeten, meine Erlebnisse aufzuschreiben. Einen Zeitungsartikel hatte ich auch schon fertig, habe aus Gründen des Quellenschutzes allerdings eine Veröffentlichung blockiert, da die “Art Direction” Porträtfotos von einem anonymen Interviewpartner forderte. Wenn Menschen den Mut haben, mit AutorInnen / JournalistInnen offen und ehrlich über Missstände zu sprechen, die ein Regime totschweigt, soll man sie dann etwa aus Geldgier ins Messer laufen lassen? Ich werde mich also auf Fotos beschränken, mit denen die Porträtierten einverstanden sind und kürze Namen ab.Weiterlesen »